Wohnanhänger-Service

Unser Service-Angebot umfaßt Inspektions- und Reparaturarbeiten, TÜV- und Gasabnahmen sowie Ersatzteil-Service und kundenfreundliche Beratung. Auf umzäunter Fläche bieten wir auf unserem Gelände überdachte und freie Stellplatzflächen für Ihr Campingfahrzeug an.

Darüber hinaus finden Sie auf dieser Seite wertvolle Tipps im Umgang mit Ihrem Wohnanhänger.


Hauptuntersuchung

Für die Kontrolle und Vorführung Ihres Anhängers bei Dekra/TÜV berechnen wir an Aufwand € 35,- zuzüglich der Abnahme-Gebühr und eventueller Material- und Reparaturkosten. 



Auf Wunsch führen wir folgende Abnahmen an Ihrem Wohnanhänger durch:

 
-Abnahmen nach § 21 StVZO (Vollgutachten)
-Abnahmen nach § 29 (Hauptuntersuchung)
-Abnahmen nach § 19.3 (z.B. Anbau der Antischlingerkupplung)

-Abnahmen Kombination 100 km/h
-Nachuntersuchung

Gasprüfung

Bei Wohnwagen und -mobilen prüfen wir die Gasanlage nach G 607 und berechnen dafür € 35,- zuzüglich möglicher Material- und Reparaturkosten. 

 

Die Gültigkeitsdauer dieser Funktions- und Zustandsprüfung beträgt zwei Jahre.    

Falls vorhanden, bringen Sie bitte die alte Gasprüfbescheinigung mit.

   

Im Gegensatz zu Reisemobilen ist für die TÜV-Abnahme von Wohnanhängern eine aktuelle Gasprüfbescheinigung in Bremen nicht erforderlich, jedoch sehen manche Campingplätze eine aktuelle Prüfung der Gasanlage aus Versicherungsgründen als Voraussetzung für die Nutzung des Stellplatzes.


Gaspreise

 

 Gasflasche / Grau               


11 Kg    


5 Kg   

  Leer

€ 30,-

€ 15,-

  Füllung € 20,-  € 10,- 
     

Weitere Informationen zur Ermittlung des Gasflaschen-Füllstandes erhalten Sie unter: www.tippscout.de


Aufbau-Dichtigkeitsprüfung

Wir überprüfen für Sie die Dichtigkeit des Aufbaus Ihres Wohnmobiles/ -anhängers für € 35,- und reparieren eventuelle Schäden bei Bedarf.


 Entsorgung/Platzräumung

Einachsige Wohnanhänger, die für den Straßentransport nicht mehr geeignet sind, können von uns mit dem Pkw-Trailer abgeholt werden. Defekte Altreifen, Bremsanlage und Beleuchtungselemente sind jedoch in den meißten Fällen vor Ort für den Straßenverkehr reaktivierbar. Die Preise für Transport und Entsorgung geben wir Ihnen gerne auf Anfrage. Tandem-Wohnanhänger mit stark durchrosteter oder abgeflexter Deichsel können aufgrund ihrer Abmessungen von uns hingegen nicht auf einem Trailer transportiert werden.
Auch für die komplette Platzräumung bieten wir Ihnen kostengünstige Hilfestellung an. Die Maßgaben des Campingplatz-Verpächters sind hierbei gegebenenfalls zu berücksichtigen. 

Gebrauchtteile

Durch die gelegentliche Entsorgung von Wohnanhängern liegen diverse gebrauchte Ersatzteile bei uns auf Lager. Wir geben Ihnen gerne telefonisch Auskunft über unseren aktuellen Bestand.


 


Abstellen eines Wohnanhängers

  • Sollte der Anhänger mehrere Monate (z.B. über Winter) nicht genutzt werden, empfiehlt es sich, die Achse mit zusätzlichen Auflagern zu entlasten. Dies verhindert Dauerpunktbelastung von Reifen, Radlagern und Achsfederung     (siehe auch: www.reifenmagazin.de).

    Achtung: Die vorhandenen Eckstützen sind hierfür zu schwach.

  • Ablaufendes Wasser begünstigt die Dichtigkeit der Dachfläche, daher den Aufbau nach vorne oder hinten hin absenken.
  • Rollofedern ermüden bei längerer Beanspruchung. Zudem motiviert es eventuell zum Einbruch, wenn der Blick durch das Fenster versperrt wird.
  • Gasflaschen stellen bei Brand ein schwer kalkulierbares Risiko dar. Das Flaschenventil daher grundsätzlich nur bei Nutzung öffnen.
  • Die Polster über Winter möglichst in beheizten Räumen aufbewahren, zumindest aber gut belüftet platzieren. Sitztruhendeckel auf Lüftung stellen. Evtl. an trockenen Tagen gut durchlüften. Mit Hilfe von Kochsalz oder Kalziumchlorid kann ein Teil der Luftfeuchtigkeit gebunden werden. Geeignete Gefäße sind im Handel erhältlich.
  • Den Anhänger gegen Sturm sichern: Stützen runterkurbeln, Keile vor und hinter die Reifen legen.
  • Den Handbremshebel nicht auf Dauer angezogen lassen, da die Federkraft ermüdet und sonst evtl. die Bremsbeläge später an den Bremstrommeln fest sitzen.
  • Zum Winter alle Wasserleitungen und Boiler entlüften. Tauchpumpen sollten bei Frost nicht im Wasser stehen.
 

Frostschaden im WC-Spülkasten: 

Der Wassertank wurde zu spät entleert. Für diesen Fall bietet der Hersteller einen Austausch-Satz für die Entwässerungs-Vorrichtung an.

Frostschaden im Warmwasser-Boiler:

Der Frostdruck läßt die Kunststoff-Ummantelung reißen. Bei Tauwetter läuft dann der komplette Boiler-Inhalt über die Bodenplatte und zieht in die Möbelteile ein.

Ausfall des Wasserhahns:

Immer wieder neigt ein selten genutzter 12V-Mikro-Schalter im Wasserhahn konstruktiv bedingt zu Korrosion und damit zum Ausfall. Ein vorsichtiges Ankratzen der Kontaktflächen nach Abheben des drehbaren Deckels erspart den Komplett-Austausch. 

   

 


 Ankuppeln eines Wohnanhängers

Der Albtraum eines jeden Gespannfahrers: Der Pkw verliert während der Fahrt seinen Anhänger.

An diesem Kupplungskopf war eine Fehlbedienung möglich, sodass sich der Anhänger nach Abholung vom Werk während der Fahrt vom Kugelkopf abhob.
Der Sicherungssplint konnte sowohl im geöffneten, als auch im geschlossenen Zustand gesetzt werden. Der Kupplungskopf (Bj.1970) hätte aus heutiger Sicht keine Zulassung bekommen dürfen. Er wurde kurze Zeit später modifiziert.


Häufigste Ursachen für den Verlust eines Anhängers während der Fahrt

    • Der Kupplungskopf des Anhängers wird auf die Kugel der Pkw-Kupplung gesetzt, ohne dabei richtig einzurasten. Da in der Regel nun erst einmal das Stützrad positioniert wird, vergessen gelegentlich auch geübte Gespannfahrer, den eigentlichen Kupplungsvorgang zu Ende zu führen. Von oben betrachtet sieht die Verbindung auch völlig normal aus, von unten jedoch ist von der Kugel noch 2/3 zu sehen. Dies kann zur Not auch von Hand ertastet werden. Bestimmte Kupplungs-Einrichtungen besitzen eine optische Kupplungsanzeige. Grundsätzlich gilt: Achten Sie immer bewusst darauf, das der Kupplungskopf hörbar über die Kugel rutscht und einrastet.
    • Ein weiteres Risiko stellt gelegentlich die abnehmbare Anhängerkupplung am Pkw dar. Verschmutzte und daher schwergängige Mechanik kann bei Belastung das Herausrutschen des Kupplungsteiles aus der Halterung am Pkw verursachen. Das in diesem Falle über den Kupplungshals gelegte Abreißseil wird hierbei nicht aktiviert, der Anhänger rollt somit ungehindert weiter.
    • Schwergängigkeit und Verschleiß am Kupplungskopf. Durch aufeinander folgendes Anheben der Anhängerdeichsel erkennen Sie, ob die Kupplungspfanne ein Spiel zwischen Kugel und Pfanne aufweißt. In diesem Falle ist dann ein Austausch des Kupplungskopfes erforderlich. Falls der Kupplungsmechanismus nicht hörbar einrastet, müssen alle beweglichen Teile auf Leichtgängigkeit hin überprüft und gegebenenfalls geölt werden.

Fatale Kombination

Die Nutzung einer gebräuchlichen Anti-Schlinger-Kupplung kann im Zusammenhang mit störenden Anbauteilen zu gravierenden Folgen führen. Diese stellten sich bei dem abgebildeten Hobby (Bj. 2001) so dar, dass der Wohnwagen kurz nach dem Anfahren von der Kugel sprang und einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitt. 

Die Ursache hing mit dem Hebelgriff der Anti-Schlinger-Kupplung zusammen, der mit seiner Unterkante beim Auflaufbremsen an der Oberkante der weißen Kunststoffabdeckung scheuerte. Durch diesen mechanischen Andruck sprang der federdruck-verstärkte Hebelgriff beim ersten ruckhaften Bremsen nach oben.
Auch in Kombination mit einem schlecht geschmierten Öffnungshebel, der nach dem Ankuppeln nicht automatisch in seine Ursprungsstellung (hier waagerecht) zurückgerutscht, könnte sich die Kupplung während der Fahrt im nunmehr geöffneten Zustand von dem Kugelkopf abheben.
Folgen dieses serienmäßigen Mangels können erheblich sein.

Selbstfahrer-Vermietfahrzeug

Hinter diesem Begriff, der im Fahrzeugschein eines gewerblich vermieteten Fahrzeuges aufgeführt ist, verbirgt sich eine Zulassung und Versicherung, die für die speziell für das Vermiet-Risiko ausgelegt ist.

Wird hingegen ein aus Kostengründen privat zugelassenes Fahrzeug vermietet, wird der Vermieter gegenüber der Versicherung regresspflichtig, sofern nachgewiesen werden kann, dass Geld für die Nutzung gezahlt wurde. Der Fahrzeughalter trägt dann den gesamten Schaden am eigenen Fahrzeug und wird mit bis zu € 5000,- am Fremdschaden beteiligt.

 


Aufbaudichtigkeit 

Die Aufbaudichtigkeit ist von verschiedenen Faktoren abhängig:

Die Elastizität des Dichtstoffes

Härtet dieser aus, besteht die Gefahr, dass im Innenbereich ...

  • der Dachausschnitte (Hauben, Schornstein, etc.)
  • der feststehenden Seitenfenster und
  • der Eckschienenansätze

... leicht Feuchtigkeit auftreten kann. Häufig wird dies zu spät erkannt, da die Innenverkleidung überwiegend kunststoff-kaschiert gefertigt wird. Durch eine Daumenprobe können weiche Stellen jedoch leicht gefunden werden. Nachträgliche Abdichtungen mit Silikon sollten vermieden werden, da einige Stellen nach wenigen Jahren wieder von Wasser unterwandert werden. Butylhaltige Dichtstoffe haften hier besser.

Abdichtungen wirken von Campern zuweilen etwas robust. Der Fachhandel bietet bei Fragen zur richtigen Abdichtung den geeigneten Dichtstoff und auch den damit verbundenen 'eleganten' Lösungsansatz für einen nachhaltigen Erfolg, der sich auch optisch vermitteln läßt.             
   

 

Die Konstruktion des Aufbaus

Wichtig ist eine umlaufende Tropfnase (z.B. Blechüberstand 5mm) am unteren Aufbauabschluss, damit das abtropfende Wasser nicht in die Holzbodenplatte eindringt. Besonders die Aufbauecken sind hier gefährdet.
Ein nach vorn und hinten abfallendes Dach gewährleistet einen schnelleren Ablauf des Wassers, als eine parallele Dachkonstruktion, bei der sich häufig Pfützen um die Dachhauben bilden. Achten Sie bei Reisewagen darauf, dass die Bugscheibe auch in der Mitte einen Befestigungsknebel besitzt, um bei regennasser Fahrt das Anliegen an der Gummidichtung zu erreichen. Wichtig ist auch der feste Sitz von den vier Rangiergriffen. Solide Dreipunktbefestigung sind die Ausnahme.
Durch jahrzehntelange Sonneneinstrahlung werden besonders die Kunststoff-Dachhauben geschwächt, die allein schon durch die normalen Bedienungsansprüche stark strapaziert werden. In der Folge kann bei Fahrtwind der Verlust des Dachfensters eintreten. Bei der TÜV-Abnahme wird diese mögliche Verkehrsgefährdung bislang leider nicht berücksichtigt.
Leider diktiert oft der Sparzwang die Wohnwagenproduktion. Es werden selten Edelstahlschrauben für die Leistenfixierung verwendet, sodass die verzinkten Schraubenköpfe nach 15 Jahren durch Rostfraß den festen Sitz der Schiene zum Teil nicht mehr gewährleisten können. Gerade auf die Vorzelt-Kederschiene sollte Wert gelegt werden, da hier die mechanische Beanspruchung durch das Vorzelt höher ist. Auch die Schraubenlänge kann entscheidend sein für die Dichtigkeit.

 


Das Wohnwagen-Fahrgestell

Unterschieden wird bei einem Anhänger zwischen Ein- bzw. Tandemachser, wobei hier die beiden Achsmittelpunkte nicht weiter als 1m auseinander liegen und somit der Anhänger im Hinblick auf die Führerscheinbestimmungen rechtlich als Einachser gilt. Einachser werden je nach Wohnwagen-Hersteller mittlerweile bis zu einer Aufbaulänge von 6m angeboten und können von Hand relativ leicht kurven-rangiert werden. Eine Tandemachse kann jedoch schon ab 5,3m sinnvoll sein, wenn grundrissbedingt eine ungünstige Gewichtsverteilung vorliegt (z.B. bei Heckküche mit schwerem Kühlschrank).

Die Nachlauf-Treue der Tandemachse durch deren Spurvorgabe, der niedrige Schwerpunkt durch kleinere Reifen sowie höhere Zuladungskapazität durch zwei Achsen sind Vorteile, die sich während der Reise positiv auf das Fahrverhalten auswirken. Beim Rangieren von Hand kann das hochgekurbelte Stützrad die erste Achse entlasten, sodass sich auch ein Tandem-Anhänger leichter in Kurven rangieren läßt. Eine Zwischen-Variante stellt die Zwillings-Bereifung dar: Eine Achse mit jeweils zwei Reifen auf jeder Seite.

Nicht mehr transportfähig: 

Starker Rostfraß am unverzinkten Deichselträger. Hier besteht die deutliche Gefahr des Einknickens.  

Seit den 70er Jahren werden die Fahrgestelle zum Teil komplett feuerverzinkt gefertigt und sind daher über 40 Jahre nutzbar. Dennoch kann schon nach zwei Jahrzehnten salzhaltige Seeluft dem Fahrgestell erheblichen Schaden zufügen.

Nur eingeschränkt bremstauglich:

Durch salzhaltige Seeluft, trotz Verzinkung, abgerosteter unterer Handbremshebel. Das Abreißseil würde im Falle einer Beanspruchung die Wirkung verfehlen.

 

Die Rost-Probleme treten dabei nicht nur am Deichselträger auf, sondern betreffen auch Bremsseile sowie alle weiteren beweglichen Teile der Bremsmechanik. Eine vorsorgende Pflege ist hierbei erforderlich. Schon eine Deichselhaube hilft bei längeren Standzeiten.

 

Läuft wie geschmiert

Das regelmäßige Abfetten der Zugstange ist nicht nur zur Verschleißminderung an der Führungsbuchse sinnvoll.

Nach langer Standzeit, besonders an der See, kann im Extremfall andernfalls eine Unbeweglichkeit der Zugstange auftreten. Dadurch wird der Anhänger bei einem Transport praktisch ungebremst auf den Zugwagen einwirken, was wiederum den Bremsweg entscheidend verlängern könnte. Die Schwergängigkeit der Zugstange könnte aber auch einen Heißläufer an der Radbremstrommel verursachen, wodurch austretendes Radlagerfett die Bremsbeläge in ihrer Wirkung stark mindert.

 

Die Reifen eines Resewohnwagens bedürfen einer besonderen Beachtung, sind sie doch die entscheidende Verbindung zur Straße. Verschleiß tritt hier selten durch Profil-Abnutzung auf. Problematischer verhält es sich mit 'Standschäden', die durch monate- bzw. jahrelange Punktbelastung entstehen und von außen nicht immer gleich zu erkennen sind. Rißbildung im Profil können erste sichtbare Anzeichen sein, zudem könnte der Reifen unrund laufen. Nach einiger Zeit des Fahrbetriebs gibt sich das Problem der Unwucht meist wieder. Zusätzliche Stützen/Auflager unter dem Fahrgestell entlasten während längerer Standzeiten die Reifen, Radlager und Achsfederung. Vorsorglich wird dennoch empfohlen, die Reifen bei Reise-Wohnwagen nach sechs Jahren zu wechseln.

Standplatter: 

Durch permanente Punktbelastung entstandener Reifendefekt. 

   

Weitere Punkte können einen Reifendefekt bei einem Luftreifen verursachen:

  • Ein lockeres Ventil kann Ursache für langsamen Druckverlust sein. Bei höherer Geschwindigkeit (Auto/Motorrad) kann es durch die Zentrifugalkraft zum langsamen Öffnen des Ventils führen. Daher ist die Ventilkappe zum Schutz vor Druckverlust zwingend geboten. Insbesondere bei Motorrädern versucht man seit neuem durch ein sogenanntes „Knickventil" diesem Fall vorzubeugen.
  • Beschädigung der schwachen Reifenflanke durch spitzwinkliges Auffahren auf den Bordstein. Die dabei entstehenden Risse können bei schlauchlosen Reifen zu abruptem Luftverlust führen. Die Risse sind häufig nur von innen zu erkennen.
  • Beschädigung der schwachen Reifenflanke durch Schneeketten. Diese können sich unter ungünstigen Umständen mit ihren Kettengliedern in die weiche Reifenflanke eingraben und Teile des Gummis herausbrechen.
  • Zu niedriger Betriebsdruck im Reifen. Dadurch entsteht bei höherer Geschwindigkeit eine Überhitzung des Reifens durch Walken mit der Folge von Profilablösungen.
  • Überalterung des Reifens. An der DOT-Nummer, die auf jedem Reifen steht, kann man die Herstellungswoche und das Jahr erkennen (z.B. 1913 = 19. Kalenderwoche 2013). 
  • Eindringen von Fremdkörpern (Nagel, Schraube, Glas o. ä.). Bei Fahrzeugen ohne Schlauchreifen (tubeless) entweicht die Luft langsam; bis zum völligen Druckverlust vergehen in der Regel 2 Minuten. Bei Schlauchreifen entweicht die Luft schlagartig.
  • Zu hoher Luftdruck führt nicht zu einem Reifendefekt. Der Berstdruck eines modernen Pkw-Reifens liegt bei über 10 bar. Allerdings ergibt sich bei erheblich zu hohem Druck ein ungleichmäßiger (und meist auch insgesamt höherer) Verschleiß des Reifens: Er wird in der Mitte mehr als am Rand abgenutzt, da sich der mittlere Teil der Lauffläche nach außen wölbt. Außerdem erhöht sich der Verschleiß des Fahrwerks, da der Reifen weniger federt. Zudem vermindert sich die Bodenhaftung deutlich. Den vorgeschriebenen Druck nur um 0,2 bis 0,3 bar zu überschreiten, führt aber noch nicht zu solchen Problemen, es vermindert stattdessen den Rollwiderstand und den Verschleiß des Reifens und ist daher empfehlenswert; der (Federungs-)Komfort ist etwas schlechter.

 


Gasanlage

Die Sicherheit der Gasanlage eines Wohnanhängers liegt im Verantwortungsbereich des Eigentümers. Dieser ist verpflichtet, die Anlage alle zwei Jahre von einem Sachverständigen prüfen zu lassen. Beim Erwerb älterer Wohnwagen von privat ist häufig die Gasprüfung nicht aktuell. Unerkannte Mängel können für den Laien dann zur Gefahr werden:

Eingerissen: 

Der Gasschlauch sollte keiner längeren Knickbelastung ausgesetzt sein. Mittlerweile ist bei Gasprüfungen vorgeschrieben, Regler und Schlauch vorsorglich alle 10 Jahre, unabhängig von Beschädigungen, auszutauschen.



Eingerostet:

Der eigentliche "Schutzschlauch" gegen mechanische Einwirkungen hat an der Gasleitung unter dem Wohnwagen durch Korrosion das Gegenteil bewirkt. Die Wandung des Stahlrohrs ist durch starken Rost leckgefährdet, weil Regenwasser sich in der tiefsten Stelle dauerhaft im Schlauch befand und nicht abfließen konnte.

Nicht eindeutig

Das Abzweigventil direkt hinter dem Druckregler gewährleistet einen gleichzeitigen Anschluss mehrerer Verbrauchsgeräte. In diesem Fall kann jedoch am stufenlosen Regulierventil nicht deutlich erkannt/erfühlt werden, ob die abzweigende Leitung unter Druck steht oder abgesperrt ist. Runde Absperramaturen sind daher mit einem unnötigen Sicherheitsrisiko behaftet und zu vermeiden.

   

Mögliche Mängel am Kocher

Eingenistet: 

Offene Gasleitungen/-brenner werden von kleinen Spinnen bevorzugt und verändern bzw. verhindern damit ein normales Flammbild. 


 

Schlechtes Flammenbild:

Die linke Kocherstelle zeigt eine gelbliche Verbrennung. Ursache hierfür kann ein querschnitts-vermindernder Fremdkörper im Zuluftröhrchen des Brenners sein. Insekten nisten sich hier gerne mal ein. Es könnte aber auch daran liegen, dass die Federkraft durch Schwergängigkeit des Ventils nicht ausreicht, den Bedienknopf nach dem Loslassen wieder in die Ursprungsstellung zu drücken.                                                                                                                        

Eingesackt:

Zu starke Hitzeentwicklung brachte diesen Kochersockel aus der Form. Eventuell stand der Topf hierbei direkt auf dem Kocherdeckel und nicht auf dem dafür vorgesehenen Rost

Eingebrannt: 

Der Abstand des Kochers zu brennbaren Teilen ist oftmals zu gering, da das Flammenbild unter dem Topf einen größeren Radius einnimmt.

 
   
   
   
   
   
 

Mögliche Mängel an der Gasheizung:

Einleuchtend:

Im Wohnwagen übliche Truma-Abgasrohre vor 1983 waren noch aus korrosionsanfälligem Aluminium gefertigt (links), welches der jahrzehntelangen Belastung nicht immer stand hielt. Ersetzt wurden die Alu-Abgasführungen durch eine rubuste Edelstahl-Variante (rechts), die nun Voraussetzung für eine Gasabnahme ist.

Einfach durchtrennt:
Camper gelten als kreativ und bisweilen auch risikofreudig. Ob das fahrlässig in das Abgasrohr der Gasheizung zwischengefügte T-Stück eines Umluftgebäses den Kleiderschrank bewußt mit warmen Abgasen versorgen sollte oder das neue Abgasrohr bei der Nachrüstung nicht in durchgängiger Länge vorlag, ist in diesem Falle unerheblich: Es bestand für Schlafnutzer des Wohnwagens Lebensgefahr durch Brand und Kohlenmonoxid-Vergiftung. Die mitunter sehr heißen Abgase müssen mit einem speziellen Edelstahl-Rohr und zusätzlicher Schutz-Ummantelung steigend und ohne Unterbrechung nach außen abgeleitet werden. 
   
   
   
   
   

Mögliche Mängel am Gaskühlschrank

Der Brenner des Kühlschrankes kann gelegentlich funktionseinschränkend verdreckt sein. Zum Säubern wird in der Regel das untere Lüftungssieb von außen demontiert, um mit einem dünnen Pressluftschlauch den Brenner durchzupusten. In dem abgebildeten Fall hatte ein 'Sachkundiger' dem Kunden ein neues Brenner-Endstück empfohlen und eingebaut. Zwecks Montageerleichterung bog er die empfindliche Alu-Zuleitung des Brenners nach außen, sodass diese beim Zurückführen einen leichten Wandungsriß erhielt. Das Fatale an dieser Situation: Dieses Leck konnte bei der Druckprüfung nicht erfasst werden, da es sich zwischen Ventil und Brenner befand. 
   
   
   
   
   
   
   






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